Allyship-Workshop: «Als Verbündete*r handeln gegen Rassismus»
Der Satz „Silence is Violence“ ist spätestens seit der zweiten Black Lives Matter-Bewegung im Jahr 2020 weitläufig bekannt. Er macht deutlich, dass Untätigkeit angesichts von Unrecht schwerwiegende Folgen haben kann, manchmal ebenso gravierend wie das Unrecht selbst. Nicht ohne Grund kennt auch das Schweizer Strafrecht verschiedene Formen von Unterlassungsdelikten. Wenn Menschen, die sich als Weiss identifizieren, rassistische Situationen miterleben und dennoch nicht eingreifen, geschieht dies oft nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Unsicherheit: Was ist angemessen? Wann soll ich handeln? Wie kann ich unterstützen, ohne zu bevormunden oder Schaden anzurichten? Dieser Workshop setzt genau hier an. Gemeinsam wird diskutiert, analysiert und reflektiert, wie, wo und wann Menschen, die sich als Weiss identifizieren, Verantwortung übernehmen und sich solidarisch für BIPoC einsetzen können und sollen. Anhand von erlebten und fiktiven Rassismus-Szenarien wird praktisch geübt, wie konkrete Allyship-Handlungen aussehen können – im Alltag, im beruflichen Kontext und im öffentlichen Raum. Ein theoretischer Teil zur Historizität von Rassismus bildet dabei eine wichtige Grundlage. Denn je besser Rassismus verstanden wird, desto eher kann er erkannt werden und desto wirksamer kann ihm entgegengetreten werden.
Leitung: Danielle Isler
Zielgruppe: Personen, die sich als Weiss identifizieren
Teilnehmer*innenzahl beschränkt, Anmeldung erwünscht: allyshipafro-pfingsten.ch
Altersbeschränkung: Teilnahme ab 4 Jahren möglich